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Osterheidehof
An der Osterheide 34
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Raufutter

Die Heugeschichte

Seit Ende der Achtziger-Jahre wird das gesamte "Raufutter" im eigenen Betrieb angebaut und mit eigenen Maschinen geerntet. Anfangs versuchten wir, wenn das Wetter es zuließ, Heu zu produzieren. Aufgrund der meistens jedoch zu kurzen Heuwetterphasen hat es selten sehr gut funktioniert.

Bis 1993 konnte das Heu minderer Qualität über die Rindviehhaltung verbraucht werden, als keine Rinder mehr gehalten wurden musste dieses Heu entsorgt werden, für uns ein Grund sich mit der Produktion von "Gärheu" intensiv zu beschäftigen.

Es wurden spezielle Gräser eingesaät, die sowohl für die "Pferdefütterung", als auch für die Herstellung von Gärheu geeignet waren. Der Maschinenpark wurde entsprechend umgerüstet. Nach einiger Zeit verfügten wir über das nötige "know how", Gärheu in sehr guter Qualität zu erzeugen. Schnell sprach sich die gute Qualität herum und bald wurden auch größere Pferdebetriebe mit unserem Gärheu beliefert.

Richtig gutes "Pferdeheu" war für uns trotzdem immer erstrebenswert, nur leider in der benötigten Menge und der geforderten Qualität nicht zu erreichen.

Herr Ottfried Lengwenat berichtete, 2008 auf einem Fütterungsseminar für Pferdehalter, über eine Exkursion nach Österreich, auf der er in speziellen Heuboxen getrocknetes Heu kennenlernte. Ferner gab es Berichte über in Rundballen getrocknetem Heu. Seine Begeisterung für dieses Heu war unüberhörbar und auch unser Interesse war geweckt.

2010 reisten wir ebenfalls nach Österreich und besichtigten diverse Betriebe mit Heutrocknungen und führten interessante Gespräche, auch wir waren nun von der Idee begeistert und überzeugt. Die Trocknung von Rundballen steckte zu der Zeit noch in Kinderschuhen. Im Frühjahr 2011 lernten wir die Firma Reindl kennen, der professionelle Umgang mit Anlagentechnik, insbesondere der Steuerungstechnik überzeugte uns schließlich. Im Herbst 2011 begannen wir mit dem Bau unserer Heuentfeuchtungsanlage. Lüftungs-, Entfeuchtungs- und Steuertechnik wurde von der Firma Reindl eingebaut. Die langjährige Erfahrung der Firma Reindl mit Entfeuchtungstechnik, unser Anspruch an Rundballentechnik und-logistik und die beiderseitige Bereitschaft etwas "Neues" zu entwickeln, führten zu"Trockenkanälen in Containerbauweise", die es so nirgendwo anders gibt.

Der Aussage "Heutrocknung" sei ein Handwerk und müsse erlernt werden können wir voll zustimmen. Nach den ersten Trocknungsversuchen sind wir jetzt, dank der guten Zusammenarbeit mit der innovativen Firma Reindl, in der Lage ein "Top-Heu" für die Pferdefütterung zu produzieren.

Funktionsweise der Anlage:

Die Entfeuchtung funktioniert bei unserer Heutrocknung, wie bei einer "Kräutertrocknung". Die Trockenluft wird im Kreislauf vom Lüfter durch das Heu und den Entfeuchter wieder zum Lüfter geführt. Im Entfeuchter wird die Luft zuerst herunter gekühlt, bei diesem Prozess entsteht Kondenswasser und Wärme. Das Kondenswasser wird abgeschieden, die wärmere Luft im zweiten Trakt des Gerätes dem Kreislauf wieder zugeführt. Über den Lüfter gelangt die Luft durch den Haupt- und Trockenkanal in den Heuballen und nimmt beim durchströmen erneut Feuchtigkeit auf. Die wieder feuchtere Luft wird erneut vom Entfeuchter angesogen. Dieser Kreislauf setzt sich bis zu einer definierten Maximaltemperatur fort. Diese liegt bei "Heu" bei maximal 40° C, damit die Aminosäuren und anderen Inhaltsstoffe nicht zerstört werden.

Es handelt sich hierbei um einen äußerst effizienten Einsatz von Energie, das Wesentliche ist jedoch, wie bei Kräutertrocknungen, ein geschlossener Kreislauf, damit sich verflüchtigende Essenzen, wie zum Beispiel ätherische Öle, im Heu verbleiben.

 Wesentliche Vorteile "entfeuchtetes Heu" gegenüber "Boden getrocknetem Heu"

Durch den Einsatz unserer Entfeuchtungsanlage benötigen wir nur ca. 2 Tage vom Mähen bis zum Heu einfahren. Somit können wir auch in schlechten Wetterlagen zum optimalen Schnittzeitpunkt ( je nach Nutzungsart der Pflanze) das Gras mähen und ein Top-Heu produzieren. Wir unterteilen unser Grünland in drei Nutzungsarten: Früh = beginn der Blüte, Mitte = in der Blüte bis Ende der Blüte, Spät = nach der Blüte.

Ein ganz natürlicher und normaler Vorgang ist, dass Heu in "Bodentrocknung" durch die nächtliche Aufnahme von Feuchtigkeit, je nach Wetterlage und Bodenfeuchte, verpilzt. Dieser Vorgang kann schon 50 Stunden nach dem Schnitt beginnen. Hat ein Pilz erstmal die Pflanze befallen, bleibt er an der Pflanze und wächst solange eine Restfeuchte der Pflanze von über 14% vorhanden ist. Bei relativen Luftfeuchten von 60% ist es nicht möglich Boden getrocknetes Heu unter 15% Restfeuchte zu trocknen. Selbst wenn die Restfeuchte über das sogenannte "ausschwitzen" des Heu´s bis zu 4% gesenkt werden kann, befinden wir uns immer noch im Grenzbereich für optimal trockenes Heu. Zumal besteht die Möglichkeit, dass dieses grenzwertige Heu in Zeiten mit höherer Luffeuchte auch wieder Feuchtigkeit aufnehmen kann. Das erklärt, warum Boden getrocknetes Heu der gleichen Partie anfangs gut verfüttert werden kann und gegen Frühjahr verpilzt ist. Das entfeuchtete Heu ist auf unter 10% Restfeuchte getrocknet.

Ein weiterer Unterschied ist der Gehalt an Nährstoffen, Mineralstoffen und Aminosäuren. Bei dem entfeuchteten Heu haben wir mehr Nährstoffe usw., da weniger Bröckelverluste durch häufiges Wenden des Heu´s entstehen. Die wertvollen Blätter der Pflanzen bleiben im Heu erhalten.

Die Leistung aus dem Raufutter ist bei Pferden relativ schwer messbar. Im Milchviehbereich ist dies anders, da die Milchleistung genau messbar ist. Die streng kontrollierten Heumilchbetriebe in Österreich ( Heumilchkühe dürfen nur mit Heu bzw. im Sommer frischem Gras gefüttert werden) sind in der Lage ihre Produktionsleistung mit der Fütterung von entfeuchtetem Heu um 40% gegenüber normalem Heu zu steigern. Diese Tatsache lässt erahnen welches Potential in entfeuchtetem Heu bei der Pferdefütterung liegt.

Freizeitpferde und Reitpferde bei mittlerer Arbeit können nach unseren Erfahrungen ohne oder mit sehr wenig Zusatzfutter auskommen. Durch zu hohe Kraftfuttergaben und durch die Fütterung von zu wenig und qualitativ schlechtem Raufutter, leiden laut verschiedener Literaturquellen 80 bis 90 % aller Sportpferde unter Magengeschwüren. Die Gabe von ausreichend ( optimal wäre ad libidum ) hygienisch einwandfreiem und hochwertigem entfeuchteten Heu ist auch hierfür eine Problemlösung.

 
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